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Schönheit vermischt sich mit Traurigkeit

Nachdem wir uns erholt hatten von unserem aufregenden Trekking (was gar nicht so lange gedauert hat), sind wir mit unseren 7 Sachen weiter gezogen. Der Hangover, der uns am Reisetag nach Riohacha begleitet hat, hat uns die Navigation nicht ganz einfach gemacht. Aber Gott sei Dank ist auf die Kolumbianer Verlass, die uns in die richtigen Busse bugsiert haben. Als wir dann in Riohacha angekommen sind, wurden wir noch einmal von den vornächtlichen Ereignissen eingeholt. Mel hat das wie folgt beschrieben: "Man steigt irgendwo ein, die Busse bleiben einfach überall und in den Städten auch an den Kreuzungen stehen... So haben wir es in den Bus nach Riohacha geschafft. Als wir dort ankamen wurde Nicole wach als ein paar Leute ausstiegen - sie fragt wo wir sind und stürmt aus dem Bus.... Ich noch langsamer weil ich bemerkt habe, dass wir noch nicht an einem Busterminal sein können und mir die anderen sagen wir sind noch nicht da, (im Endeffekt standen wir an einer Kreuzung) also schr...

Die verlorene Stadt

Mit einem Tag Verspätung sind wir in Kolumbien gelandet - wie oft habe ich mir schon gewünscht, dass ein Flieger eine krasse Verzögerung hat und nie ist es passiert. Aber genau wenn man parat für den Abflug ist kommt es mit Sicherheit anders.... irgendwie war ich krass genervt über diese Tatsache aber da man nichts machen konnte, haben wir die zusätzliche Nacht in Willemstad genossen - zumal sie ja komplett von der Airline übernommen wurde. Auf Kolumbien hab ich mich eigentlich seit meiner Abreise im Juni gefreut. Dann hab ich auch noch mit vielen anderen Reisenden über das Land geredet und jeder hat nur so geschwärmt von Kolumbien. Vielleicht könnte ich auch deshalb unsere Ankunft fast nicht mehr erwarten. Als wir in Santa Marta an der Karibikküste angekommen sind mussten wir erstmal feststellen, dass sich Kolumbien in der Hochsaison befindet und somit Übernachten teurer ist als gedacht. Ausserdem war es mit spontanen Ideen erstmal Schluss. So kam es auch, dass wir 2 ganze Tage i...

Eine Pause in der Karibik

Nach über 6 Monaten am Weg durch Indonesien, Brasilien, Chile und Argentinien war es eindeutig Zeit für eine Pause - einfach an einem Ort bleiben, nicht ständig den Rucksack ein- und auspacken und alle Eindrücke verdauen. Genau das haben wir für Curaçao geplant gehabt und auch gemacht. Curaçao gehört zu den ABC-Inseln und ist ein bisschen nördlich von Venezuela und liegt mitten in der karibischen See was nicht nur für das Strandleben interessant ist, sondern auch für die Unterwasserwelt. Wir hatten auf der einen Seite Glück und auf der anderen Seite Pech - fangen wir mit den negativen Dingen an: Unser Flieger sollte um 4 Uhr früh von Manaus fliegen - mit 2 Stunden Verspätung ging es los und so kamen wir noch fertiger als geplant auf der Karibikinsel an. Das war aber noch die harmlosere Geschichte in Bezug auf die Airline. Unser Abflug hatte sich um geschlagene 16 Stunden verzögert. Mittlerweile schmunzele ich in solchen Situationen und kann es ab und zu echt nicht glauben, das...

Durch den Amazonas

Unsere Reise durch den Amazonas hat in Belem an der Atlantikküste angefangen - was für eine furchtbare Stadt. Es stinkt unglaublich und schon nach wenigen Minuten draussen schwitzt man als wäre man einen Marathon gelaufen. Naja, das war uns klar aber von Chile mit den angenehmen Temperaturen in diese Hitze war schon eine Umstellung. Zu den klimatischen Veränderungen kam natürlich auch die Sicherheit - Chile ist unglaublich sicher und man muss sich nirgends Sorgen machen aber in Brasilien mussten wir uns nun wieder informieren wo wir hingehen und wo nicht. Ach, und dann war da wieder die Sprachbarriere... wir waren es nun schon so gewöhnt, dass wir uns gut verständigen können, dass uns das Portugiesische echt auf die Nerven ging. Also wollten wir so schnell wie möglich weg aus dieser Stadt aber leider gehen Wünsche nicht immer in Erfüllung. Das angepeilte Frachtschiff wurde storniert und so mussten wir ganze 4 Tage warten bis wir auf ein Schiff konnten. Diese 4 Tage haben wir mit schwi...

Chile hat ein ❤️ verdient

Die Zeit seit unserer unvergesslichen Gletscherwanderung ist sehr sehr schnell vergangen. Dank meinem Freund Gonzalo, welchen ich auf Bali kennengelernt habe, hat sich die Zeit in Chile zu einer ganz besonderen entwickelt. Weg von Hostels und anderen Unterkünften sowie vom täglichen selber den Weg finden und hinein in das alltägliche Chile ohne die typischen Touristenplätze. Eineinhalb Wochen, die wir wohl nicht so schnell vergessen werden.... Nun aber kurz zu Gonzalo: Er kommt aus Chiloé und ist unglaublich stolz auf seine Heimat. Bereits bei unserem ersten Zusammentreffen hat er mir davon vorgeschwärmt. Als ich ihm dann erzählt habe, dass es nun soweit ist und wir in ein paar Tagen auf "seiner" Insel "landen", hat er angefangen Freunde und Familie zu kontaktieren damit wir in jeder Stadt einen Schlafplatz haben sowie jemanden, der uns herumführt, mit uns ausgeht. etc. Da Chiloten (so nennt man die Bewohner auf Chiloé) anscheinend überall in Chile verstreut, u...

Patagonien Teil 2

Im Nachhinein muss ich sagen, dass wir eine Woche gesucht haben bis wir gefunden haben was wir wollten. El Chalten sollte sich als die perfekte Wanderdestination herausstellen an welcher man nicht vorher die Geldtasche präsentieren muss um die Schönheit der Natur geniessen zu können. Dieses Mal haben wir allerdings ein schräges aber doch nettes Hostel gewählt - ein 19jähriger leitet das Hostel mit seinen Freunden und da hackt es schon mal an Organisation oder Sauberkeit aber dafür ist es günstig und die Atmosphäre stimmt. So haben wir auch ein paar sehr nette Bekanntschaften gemacht. Bevor ich nun aber mit unserem Wanderbericht anfange, noch eine Erklärung am Rande: Man besteigt hier keine Gipfel sondern man wandert kilometerweit um diese berühmten Berggipfel sehen zu können - sie haben nämlich ungewöhnlich spitze Formen und werden von maximal 5 Personen pro Jahr erklettert und die meisten sterben dabei. Das soll aber nicht heissen, dass es einfach ist, denn manche Aussichtspunkte...

Patagonien Teil 1

Ich fange mal damit an wie ich mir Patagonien eigentlich immer vorgestellt habe: Unendliche Weiten, fast keine Menschen und wir wandern jeden Tag. Bei dieser "märchenhaften" Vorstellung habe ich vergessen, dass die verschiedenen Orte extrem weit voneinander entfernt sind, ein regelrechter Hype um Patagonien kursiert und wir immer noch in Südamerika sind wo man nie weiss ob Verbindungen überhaupt funktionieren. Tja, die Reiserealität hat uns nach und nach eingeholt - das einzige was tausendprozentig meinen Vorstellungen entspricht, sind die unglaublichen Weiten die wirklich sehr beeindruckend sind. Unsere Zeit in Patagonien hat wieder mit einer Busfahrt (dieses Wort werdet ihr noch sehr oft in der nächsten Zeit lesen) angefangen - dieses Mal gemütliche 22 Stunden. Gegen Mittag ging es los - von Buenos Aires nach Puerto Madryn. Mit der üblichen Verspätung sind wir einen Tag später angekommen - mehr oder weniger ausgeschlafen. Melanie hat im Moment Mühe mit aussergewöhnlich...