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Regenzeit in Ecuador

Nach 9 Monaten war ich endlich in den Anden angekommen - mich sollten unglaubliche Höhen und traumhafte Landschaften erwarten und wieder eine neue Kultur, eine andere Sorte Mensch und eine andere Bauweise. Als Mel und ich damals unsere Route festgelegt haben, haben wir natürlich die Regenzeit in den Anden bedacht - deshalb auch der Flug in den Amazonas um dann wieder von Norden nach Süden zu reisen. Im Laufe der Zeit habe ich das aber vollkommen vergessen und so war ich mehr als geschockt als ich in Quito ankam und die Temperaturen spürte und merkte, dass es jeden Tag regnen wird und das ab den Mittagsstunden. Die Reise von Cali bis nach Quito dauerte insgesamt 21 Stunden und war relativ problemlos - zuerst führte mich mein Weg über Nacht nach Pasto wo ich den Bus wechselte und bis zur Grenze nach Ipiales fuhr. Ein Taxi brachte mich zur Grenze wo ich die ganzen Formalitäten in einer Stunde erledigt hatte. Dann ging es mit dem nächsten Taxi zum Terminal von Tulcan wo ich prompt in ...

Cali, Cali, Cali, Salsa, Salsa, Salsa

Unsere Ankunft in Cali war eher ein Nachhausekommen als das Gefühl "Oh nein, schon wieder eine chaotische neue Grossstadt". Dieses Gefühl ist sehr selten, denn normalerweise benötigt die Orientierung einiges an Zeit und man braucht auch immer ein paar Tage um sich wohlfühlen zu können in einer Grossstadt. Wer hätte also gedacht, dass mir all das genau in Cali leichtfallen wird obwohl die Stadt eher für die gefährlichen Ecken und die zahlreichen Raubüberfälle bekannt ist. Für mich ist die Stadt aber ein Inbegriff an Authentizität, Lebensfreunde und natürlich Salsa. Wir sind also am Abend in Cali angekommen und binnen einer halben Stunde war klar, dass wir uns parat machen müssen um uns mit Karen, Collin und Aaron zu treffen. Es war so schön, als wir uns alle wiedergesehen haben und natürlich lief der Abend auf eine Party hinaus. Zuerst Apero im Park, dann Arepa-Dinner und zum Abschluss tanzen in den Salsaclubs. Ich war fasziniert von den Leuten wie sie miteinander tan...

Auf den Spuren kolumbianischer Mythen

Selten haben wir uns von einem Ort so einfach verabschiedet wie von der Tatacoawüste. Im Inneren waren wir wirklich froh, aus der Wüste rauszukommen. Aber bevor wir unseren Rucksack wieder für ein paar Tage auspacken konnten, mussten wir einen Tag im Bus verbringen. Es ging von Neiva nach Pitalito und von dort weiter nach San Agustin wo kolumbianische Mythologie und tiefstes Kolumbien auf uns wartete. Die Fahrt selber war schon wunderschön und hat uns einen weiteren Einblick in die unglaublich abwechslungsreiche Natur Kolumbiens gegeben. In San Agustin sind wir ohne vorgebuchter Unterkunft angekommen und dazu wussten wir überhaupt nicht wo wir hinwollten. Also haben wir uns einfach auf einen der Strassenverkäufer verlassen und sind so in ein kleines Gästehaus gekommen. Es war günstig und sauber aber sehr laut weil es direkt im Zentrum gelegen ist. Dazu kam, dass sie uns alles mögliche verkaufen wollten aber nur die richtig touristischen Aktivitäten und zu etwas abenteuerlichen Pre...

Auf zu neuen "Ufern" in Kolumbien

Nach einem Monat an der Küste war es nun wirklich Zeit für einen Tapetenwechsel, obwohl ich nicht wirklich bereit war die Karibik zu verlassen. Es ist einfach zu schön dort und die Erlebnisse waren zu intensiv gewesen - ausserdem hatte ich das Gefühl eine Ecke (Capurgana und Sapzurro) nicht gesehen zu haben. Aber nichtsdestotrotz sollte es nur wieder ein Fischerdorf am Meer sein. Also haben wir uns als nächstes Ziel Bogota ausgewählt. Aaron war noch so nett und hat uns mit seinem Freund in Verbindung gesetzt und Gott sei Dank war der spontan genug um uns ein paar Stunden später bei ihm in der Wohnung aufzunehmen. Zuerst mussten wir aber 22 Stunden mit dem Bus fahren.... diese Gelegenheit haben wir natürlich genutzt um über Nacht zu fahren und so eine Übernachtung zu sparen. Es machte den Anschein, dass wir vergessen hatten wie lange Busfahrten sein können - ab einem gewissen Zeitpunkt will die Zeit nicht mehr weiterticken und Zwischenfälle sind sehr wahrscheinlich. Zuerst haben wi...

Familienzeit im wahren Paradies

Manchmal vergeht die Zeit einfach wie im Flug ohne dass viel passiert - aber meistens sind genau diese Zeiten intensiver und schöner - wenn dann der Ort sich auch noch als perfekt herausstellt, steht einem unvergesslichen Abschnitt nichts mehr im Weg. Orte werden aber erst zum Paradies für uns wenn auch die Menschen einen Platz im Herzen bekommen.... manchmal passiert das durch tolle Gespräche oder Parties - manchmal braucht es aber auch nur die richtige Musik um Verbindungen aufzubauen. Rincon del Mar ist klein und besteht nur aus Sand - richtige Strassen braucht man hier aber auch nicht. Es gibt einen "Supermarkt" der alles hat was man so braucht und ansonsten muss man einfach nach San Onofre fahren. Aber vor allem gibt es einen kilometerlangen Strand an den sich maximal 30 Touristen verirren und dann hat man noch die karibische See vor Augen, die aber leider nicht immer glasklar ist. Aber selbst wenn das Meer trüb ist, verliert die gesamte Umgebung nicht an Schönh...

Schönheit vermischt sich mit Traurigkeit

Nachdem wir uns erholt hatten von unserem aufregenden Trekking (was gar nicht so lange gedauert hat), sind wir mit unseren 7 Sachen weiter gezogen. Der Hangover, der uns am Reisetag nach Riohacha begleitet hat, hat uns die Navigation nicht ganz einfach gemacht. Aber Gott sei Dank ist auf die Kolumbianer Verlass, die uns in die richtigen Busse bugsiert haben. Als wir dann in Riohacha angekommen sind, wurden wir noch einmal von den vornächtlichen Ereignissen eingeholt. Mel hat das wie folgt beschrieben: "Man steigt irgendwo ein, die Busse bleiben einfach überall und in den Städten auch an den Kreuzungen stehen... So haben wir es in den Bus nach Riohacha geschafft. Als wir dort ankamen wurde Nicole wach als ein paar Leute ausstiegen - sie fragt wo wir sind und stürmt aus dem Bus.... Ich noch langsamer weil ich bemerkt habe, dass wir noch nicht an einem Busterminal sein können und mir die anderen sagen wir sind noch nicht da, (im Endeffekt standen wir an einer Kreuzung) also schr...

Die verlorene Stadt

Mit einem Tag Verspätung sind wir in Kolumbien gelandet - wie oft habe ich mir schon gewünscht, dass ein Flieger eine krasse Verzögerung hat und nie ist es passiert. Aber genau wenn man parat für den Abflug ist kommt es mit Sicherheit anders.... irgendwie war ich krass genervt über diese Tatsache aber da man nichts machen konnte, haben wir die zusätzliche Nacht in Willemstad genossen - zumal sie ja komplett von der Airline übernommen wurde. Auf Kolumbien hab ich mich eigentlich seit meiner Abreise im Juni gefreut. Dann hab ich auch noch mit vielen anderen Reisenden über das Land geredet und jeder hat nur so geschwärmt von Kolumbien. Vielleicht könnte ich auch deshalb unsere Ankunft fast nicht mehr erwarten. Als wir in Santa Marta an der Karibikküste angekommen sind mussten wir erstmal feststellen, dass sich Kolumbien in der Hochsaison befindet und somit Übernachten teurer ist als gedacht. Ausserdem war es mit spontanen Ideen erstmal Schluss. So kam es auch, dass wir 2 ganze Tage i...